| Implicarea ZSGE in Romania: Primul atelier de reciclare deschis la Brasov | ||||
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zsge-Engagement in Rumänien: Erste Recycling-Werkstatt in Brasov eröffnetIm Rahmen eines Projekts des Vereins zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa (VEBO) stellt die zsge ihr Know-how im Bereich gemeinnütziger Arbeit zur Verfügung (zsge-report berichtete mehrmals). Seit Anfang Mai ist dieses Engagement auch öffentlich sichtbar: In Brasov wurde unter grossem medialem Interesse die erste, nach dem Vorbild der zsge gestaltete Recycling-Werkstatt eröffnet, in welcher inskünftig gemeinnützige Arbeit geleistet werden kann.
Am Rande einer Konferenz der CEP (Conférence permanente Européenne de Probation) in Lugano vor fünf Jahren wurde die Idee für ein Strafvollzugs-Projekt in Rumänien geboren. In der Folge lud der zürcherische Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa (VEBO) eine rumänische Delegation nach Zürich ein, wo auch die Werkstätten des zsge-Arbeitsbetriebs besucht wurden. Schnell wurde klar, dass die Unterstützung des VEBO besonders im Aufbau der gemeinnützigen Arbeit in Rumänien sinnvoll wäre. Da die zsge in diesem Bereich über grosses Know-how verfügt, unterstützte der zsge-Geschäftsführer Thomas Wüthrich als Mitglied im das Projekt begleitende Board diese Aufbauarbeit von Anfang an. Eine Konferenz des lokalen Zweigs von Penal Reform International (PRI) im Oktober 2006 bildete den eigentlichen Start-schuss für die konkrete Zusammenarbeit zwischen Rumänien und der Schweiz. Die zsge war bei dieser Gelegenheit eingeladen, aus der Praxis des Vollzugs von ge-meinnütziger Arbeit zu berichten. Dank der Unterstützung durch den Lotteriefonds des Kantons Zürich, welcher den grössten Teil der Finanzierung übernahm, konnte das Projekt in Zusammenarbeit mit der rumänischen Bewährungshilfe an die Hand genommen werden. Im Dezember 2007 wurde schliesslich entschieden, dass in Rumänien nach dem Vorbild der zsge Recycling-Werkstätten aufgebaut werden sollen. Den entscheidenden Schwung in das Projekt brachte die Anstellung von Geschäftsführerin Ramona Strugariu im Juli 2008, die im Herbst eine Stage in Zürich absolvierte. Sie trieb die Realisierung mit grossem Engagement und Überzeugungskraft voran. ![]() zsge gibt Starthilfe
Träger der Recycling-Werkstätten in Rumänien ist die neu gegründete Stiftung FPSC (Stiftung zur Förderung der gemeinnützigen Arbeit), in deren Stiftungsrat unter anderem auch der ehemalige zsge-Geschäftsführer Thomas Wüthrich Einsitz hat. Die FPSC wird die Werkstätten in der Pilotphase betreiben. Sollten sie sich als erfolgsversprechendes Modell in Rumänien etablieren können, werden die Betriebe später vom Justizministerium übernommen. Neben Thomas Wüthrich hat sich in den vergangenen Monaten auch Matthias Mähler, der Teamleiter der zsge-Recycling-Werkstatt, stark in Rumänien engagiert. In zwei Arbeitseinsätzen in Brasov im März und im April diesen Jahres klärte und löste er mit dem Team vor Ort die grundlegenden organisatorischen, logistischen und das Recycling betreffenden Fragen. Es erstaunt deshalb nicht, dass die neue Werkstatt in mancherlei Hinsicht an die Werkstatt an der Kanonengasse erinnert... Am 8. Mai schliesslich kam der grosse Tag: In Brasov wurde die erste der beiden geplanten Recycling-Werkstätten eröffnet. Das Medieninteresse war enorm, was wohl nicht zuletzt daran lag, dass sich auch der Schweizer Botschafter Livio Hürzeler und ![]() Alina Bica, Staatssekretärin im rumänischen Justizministerium, die Ehre gaben. Nach der Pressekonferenz in der Aula der Universität Brasov wurde die Werkstatt im Beisein der geladenen Gäste feierlich eröffnet. Die Freude über den Start des Projekts war rundum gross. Zufrieden, darf man auch darüber sein, dass bereits drei Klienten in der neuen Werkstatt arbeiten. Und vor kurzem ist in Brasov das erste Urteil gesprochen worden, in dem explizit das Leisten von gemeinnütziger Arbeit in der Recycling-Werkstatt der FPSC verfügt wurde.
Zweite Werkstatt in Bukarest als Ziel Mit der Eröffnung der Werkstatt in Brasov ist der Start nach fünf Jahren Aufbauarbeit geglückt und es besteht die Hoffnung, das schon bald auch die zweite geplante Recycling-Werkstatt in Bukarest dem Betrieb übergeben werden kann. Die FPSC übernimmt damit eine Vorreiterrolle für die Etablierung von gemeinnütziger Arbeit als alternatives Modell zum Strafvollzug. Mit diesem Ziel haben sich alle Akteure auf Schweizer Seite mit grossem Engagement in ihrer Freizeit für dieses Projekt engagiert. Neben Thomas Wüthrich und Matthias Mähler ist dabei auch die Ammann AG in Langenthal hervorzuheben, die sämtliche «Produktionsmittel» vom Werkbank über die Standbohrma-schine bis hin zum Schraubenzieher für die beiden Werkstätten sponserte. Der Kanton Zürich lieferte neben der finanziellen Starthilfe zudem aus «alten» Be-ständen die Möbel für die Büros der Werk-stätten und der lokalen Bewährungshilfe . ![]() Die rumänische Staatssekretärin Alina Bica und der Schweizer Botschafter Livio Hürzeler versuchen sich zur Freude der Medien im Fraktionieren von Computer-Tastaturen.
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